Molise

Region Molise/ Provinzen Campobasso, Isernia/ Fläche 4438 qkm/ Einwohner 333 000

Im östlichen Teil von Mittelitalien, beim Neapolitanischen Apennin liegt Molise, die vielleicht ärmste Gegend Italiens. Mit der Region Abruzzen ist das Molise sowohl durch Kultur als auch durch Tradition verbunden, zusammen bildeten sie bis 1963 eine gemeinsame Region.

Im Osten reicht das Molise an den Rand der Apulischen Ebene, im Nordosten bis zur Adria. Haupteinnahmequelle ist hier die Land - und Weidewirtschaft.

Campobasso ist als Hauptstadt der Provinz gleichen Namens der Hauptort der Region und Sitz eines Erzbischofs. Einen Besuch lohnt die Kirche San Bartolomeo aus romanischer Zeit, sowie auch das Museo Provinciale Sannitico, das sich im Palazzo Mazzarotta befindet. Über der Stadt erhebt sich das Castello Monforte aus dem 16. Jh., das leider nur noch eine Ruine ist.

Sepino, ein kleiner Ort südlich von Campobasso ist wegen der Reste der antiken Stadt Saepium erwähnenswert. Es sind Reste der Thermen, eines Theaters, einer Basilika, das Forum und eine Stadtmauer mit 4 Toren zu besichtigen.

Die Hauptstadt der zweiten Provinz des Molise ist Isernia. Auch sie ist Sitz eines Erzbischofs. Unmittelbar vor der Stadt wurde 1979 die ?Villagio Homo Aeserniensis“, eine altsteinzeitliche Siedlung, freigelegt. Sie entstand vor etwa einer Million Jahren. Die Ausgrabungen können besichtigt werden, Werkzeuge, Fossilien und geologische Funde sind im Museo Nazionale della Pentria ausgestellt.

Nordwestlich von Isernia liegt im Volturno - Tal die Ruine des Klosters Abbacia di San Vincenzo. Es wurde um 700 gegründet und 880 von den Sarazenen niedergebrannt. In der ehemaligen Krypta sind schöne Fresken erhalten geblieben.

30km nordöstlich von Isernia befinden sich bei Pietrabbondante Ausgrabungen einer Samnitischen Siedlung.

Landestypische Spezialitäten

Speisen

  • Polenta, ein Brei aus  Mais
  • Cavatelli, Röhrennudeln verschieden zubereitet
  • Maccaroni alla chitarra