Maschineschreiben erfordert zu jeder Zeit und bei jedem Text ein Hchstma
an Aufmerksamkeit und Konzentration und spannt die krperlichen und geistigen
Krfte des Schreibers um so mehr an, je hher das Schreibtempo ist und je
grer die Schwierigkeiten werden, die durch die Art der Textdarbietung be-
dingt sind.
Am leichtesten ist es, nach einer Vorlage zu schreiben, die den Text in 
Maschinenschrift und zeilengerecht bringt. Bei der nicht zeilengerechten
Vorlage wird die Arbeit durch den selbstndigen Zeilenbruch erschwert, weil
- unter Beachtung der Trennregeln - ein einigermaen gleichmiger rechter
Rand erzielt werden soll.
Schwieriger ist es, einen Text nach Ansage zu schreiben, weil der Schreiber
vom Klangbild ausgehen mu und nicht vom Schriftbild, das er sich nur vor-
stellen kann. Je nach Ansage mu er Textstcke im Gedchtnis behalten und
beim Nachschreiben auf die Rechtschreibung, die Zeichensetzung und den 
Zeilenbruch achten.
Die Arbeit wird noch schwerer, wenn die Ansage von einem Diktiergert ber-
mittelt wird. Der Schreiber wird zustzlich belastet durch die Bedienung des
Gertes, durch das Tragen des Kopfhrers und dadurch, da Ansagestockungen,
Temponderungen und Berichtigungen bei der Wiedergabe viel mehr stren als 
bei Direktansage.
Whrend es sich beim Schreiben nach Vorlage bzw. nach Ansage immer um nur
eine Arbeitsverrichtung (Maschinenschreiben) handelt, ist das Briefschreiben
nach eigenem Stenogramm eine kombinierte Leistung (Stenografieren - Wieder-
lesen - Maschinenschreiben), die um so schwerer ist, je schneller sie voll-
bracht werden soll.
bertragungsarbeit ist besonders anstrengend, wenn die Fertigkeiten in den
Teilgebieten gering sind, sei es im Stenografieren, im Wiederlesen oder im 
Maschinenschreiben.
Zur Erleichterung der Arbeit kann nur empfohlen werden, die erkannten
Schwchen durch planmiges, zielgerechtes und intensives ben zu beseitigen.

